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1950 – 1959

Die Anfangsjahre

Gründung FC Celerina (30. April 1950)

Im Hotel Murail in Celerina wird der Fussballclub Celerina gegründet. Die anfänglichen 15 Mitglieder sind fussballbegeisterte Festungswächter. Als Initianten der Gründung des Fussballclubs werden folgende Personen genannt: Bordoli S., Concenti Pierino, Gianella Domenico, Gurini Giacinto, Gurini Renzo, Mottini Elvezio, Schneider Heinrich, Stählin O., Tondini Luciano. Im Laufe des Jahres schliessen sich noch Moder Rudolf, Mollet Hugo, Nadig Giachen, Nani Eugen, Signorell Corado und Svanosio Tulio dem neugegründeten Verein an. Zum ersten Präsidenten wird Luciano Tondini gewählt, Kassier wird Giachen Nadig. Am Anfang wird in einer dunklen Hose mit Militärhemd gespielt. Die Bürgergemeinde von Celerina stellt dem Club die Wiese beim San Gian-Hügel für CHF 50.00 im Jahr zur Verfügung. Im ersten Clubjahr werden nur einige Freundschaftsspiele ausgetragen.

 

Artikel über die Gründung des FCC (22. Juni 1950)

In der Neuen Bündner Zeitung erscheint ein Artikel über die FCC-Gründung. Das erste Spiel der FCC-Geschichte wird auf San Gian ausgetragen, der FCC gewinnt gegen den FC Poschiavo mit 4:2.

 

Erste ordentliche Generalversammlung (28. April 1951)

Diese findet wie die Gründungsversammlung im Hotel Murail in Celerina statt. Besitzer des Hotels ist Padruot Secchi, der an diesem Tag von Luciano Tondini das Amt des Präsidenten übernimmt. Zum Aktuar wird Robert Borner bestimmt, Kassier wird Ulisse Fontana. Als Beisitzer werden Luciano Tondini und Heinrich Schneider genannt, Revisoren sind Mario Baracchi und Aldo Manella, und als Kapitän und Materialverwalter ist Domenico Gianella verzeichnet.



SFV-Mitglied (1951)

Das Jahr 1951 sieht einen weiteren Meilenstein in der Vereinsentwicklung: Der FC Celerina wird offizielle Mitglied des Schweizerischen Fussballverbands.

Premiere in Schwarz-Weiss (23. September 1951)

Viel Publikum auf San Gian für das Freundschaftsspiel gegen den FC Chiavenna. Das Spiel geht 0:4 verloren, wodurch die Revanche für das ebenfalls verlorene Spiel im Vorjahr misslingt. Gemäss Matchbericht hat der FCC praktisch mit elf Spielern verteidigt. In die Geschichte des Vereins geht die Partie dann aber als Premiere der neuen Trikots ein, die von Dr. Carlo Bass gestiftet wurden. Zum ersten Mal spielt der FCC im weiss/ schwarzen Tenue. Dr. Bass, damals der grösste Gönner des FC Celerina, ist Fan von Juventus Turin.

Generalversammlung (14. März 1952)

Präsident Padruot Secchi jun. begrüsst die Anwesenden im Restaurant Rosatsch in Celerina. Protokollführer Robert Borner verliest das Protokoll der letzten GV. In seinem Jahresbericht bedankt sich der Präsident bei den Gönnern des Vereins Dr. Carlo Bass und Herbert Mathias. Kassier Ulysses Fontana erläutert die fina – zielle Situation des Clubs (Gewinn CHF 1’209.85). Im Bericht, der in Engadiner Post erschienen ist, ruft sich der FCC für seine Zukunft ein kräftiges «vivat, floreat, crescat!» zu.

Spiel gegen Tirano (8. Juni 1952)

Bereits im Jahr zuvor hatten die Mannschaften vom FC Celerina und dem FC Tirano auf San Gian gegeneinander gespielt, damals siegte der FC Tirano. Trotz des Sängerfests in Pontresina finden sich ca. 100 Zuschauer auf San Gian. Tirano führt schnell mit 3:0, der FCC kann aber auf 3:2 verkürzen. In der zweiten Hälfte schiessen die Italiener noch zwei Tore und gewinnen mit 5:2. Der aus Chur angereiste Schiedsrichter Hans Clavadetscher ist positiv überrascht vom FCC, da dieser erst am Anfang der Saison steht, während Tirano eine ganze Spielsaison hinter sich hat.



Bündner Cup-Final (5. Oktober 1952)

Am 5. Oktober spielt der FCC gegen den FC Ilanz sein erstes Finale im Bündner Cup. Die Engadiner führen nach 45 Minuten mit 2:0 und können sogar auf 3:0 erhöhen. Danach dreht Ilanz auf und schafft noch vor dem Abpfiff den Ausgleich. Auch in der Verlängerung gibt es keine Tore, und da das Elfmeterschiessen erst im Jahr 1970 eingeführt wird, gewinnt Ilanz den Pokal aufgrund der besseren Tordifferenz im Verlauf des Cup-Wettbewerbs.



Auffahrtsturnier in Chur (14. Mai 1953)

Am 14. Mai nimmt der FCC erstmals am Auffahrtsturnier in Chur teil. Die Spiele dauern 30 Minuten. Am Morgen spielt der FCC 0:0 gegen Triesen und gewinnt 1:0 gegen Chur Senioren (Torschütze Grazia). Grazia sichert auch den Sieg gegen die Ems-Junioren. Im Spiel um Platz drei besiegt der FCC dann Schiers mit 1:0 (Torschütze Mottini). Der FC Celerina beendet das Turnier ungeschlagen und ohne Gegentore trotzdem nur auf Platz drei.



Spiel gegen den SC kantonale Verwaltung Zürich (24. Oktober 1954)

Der Firmensportclub der kantonalen Verwaltung Zürich trifft auf San Gian in einem Freundschaftsspiel auf den FCC. Das Zürcher Team hätte per Flugzeug ins Engadin reisen sollen. Gemäss Artikel der Engadiner Post wäre der Gegner damit «schon an der Höhenluft akklimatisiert». Letzten Endes müssen die Zürcher ohne Flugzeug anreisen – vielleicht endet deshalb das Spiel für sie ohne Sieg (Resultat 2:2). Es ist der erste Auftritt eines Firmenfussballclubs im Engadin.



 

Pfingstturnier in Naturns (20. Mai 1956)

Der FC Celerina nimmt im Südtirol am Pfingstturnier in Naturns teil. Mit dabei sind aus dem Vinschgau der SV Goldrain, der SC Latsch, der SC Prad und die Heimmannschaft FC Naturns. Im Vorfeld der Spiele bekommen die Mannschaften eine Liste mit Regeln. Regel 8 lautet: «Der Schiedsrichter ist unumschränkter Herrscher im Spielfeld während des Spiels!»


 

Ausflug für die Teambildung (30. Mai 1957)

Einige langjährige Spieler haben aus berufliche Gründen das Engadin verlassen müssen. Die Lücken können durch neue junge Spieler gefüllt werden. Um eine kameradschaftliche Elf zu formen, organisiert der Club am Auffahrtstag eine Busreise ins Misox. In Lostallo finde ein Freundschaftsspiel statt, das mit einer 3:5-Niederlage endet. Der Ausflu geht weiter in Richtung Bellinzona und dann über Gandria zurück ins Engadin.

Bündner Cup-Sieg in Thusis (29. September 1957)

Der FCC siegt gegen die Mannschaft Falkenboy mit 10:0 und besiegt anschliessend die Zweite Mannschaft von Trun mit 8:1. Aufstellung: A. Saligari, Pierino Concenti, R. Olgiati, L. Solari, N. Sommerkorn, R. Schnitzer, R. Cagienard, Kurth Peter, O. Schär, M. Müller, B. Brasi, H. Mollet


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